Unser Selbstverständnis

Wir arbeiten nicht für, sondern mit der Bewohnerschaft und allen Akteuren rund um das Quartier.

Dabei bieten wir Unterstützung in allen alltäglichen Belangen, begleiten die Menschen in ihrer persönlichen Entwicklung, stärken nachbarschaftliche Vergemeinschaftung und begleiten Prozesse in der Ausgestaltung des Quartiers.

Unsere Standards

Die Qualitätsstandards der Gemeinwesenarbeit (GWA), die in der Landesarbeitsgemeinschaft Soziale Brennpunkte, Hessen e.V. mit uns entwickelt wurden, sind für uns handlungsleitend:

  1. Wir handeln immer mit dem strategischen Ziel einer ganzheitlichen Weiterentwicklung des Stadtteils Stadtwald/Ockershausen mit seinen besonderen sozialen Herausforderungen.
  2. Wir stellen die Bewohner*innen und ihre Interessen ins Zentrum des Handelns.
  3. Wir stärken die Handlungsfähigkeit und Selbstorganisation von Bewohner*innen und ihren Initiativen.
  4. Wir legen die Wirkung gesellschaftlicher Konflikte im Gemeinwesen offen und bieten den Rahmen, diese zu bearbeiten.
  5. Wir erkennen und nutzen die sozialen, infrastrukturellen und materiellen Ressourcen und Stärken des Gemeinwesens.
  6. Wir arbeiten vernetzt und fördern handlungsfähige Netzwerke und Kooperationsstrukturen.
  7. Wir denken und handeln zielgruppenübergreifend.
  8. Wir denken und handeln themenübergreifend und beziehen die Dimensionen der jeweiligen Lebenslagen mit ein.
  9. Wir denken und handeln ebenenübergreifend und beachten dabei die Wechselwirkung von gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen mit denen des Stadtteils.

Unsere Arbeitsweise

Wesentliche  Aspekte  unseres  fachlichen  Selbstverständnisses  bzw.  unserer Herangehensweise sind dabei:

  • Wir arbeiten niedrigschwellig und aufsuchend.
    Wir  wissen,  dass es vielen  Menschen  schwer  fällt, Beratung  und Hilfe  in Anspruch  zu nehmen, sich gesehen zu fühlen oder ihrer Stimme Gewicht zu verleihen. Daher ist es wichtig, den Zugang zu uns so leicht wie möglich zu gestalten, Zeit für Fragen und zum Zuhören zu haben. Wir sind häufig im Stadtteil unterwegs und präsent. Wir laden die Menschen auf der Straße ein oder suchen sie auf. Wir gestalten unsere Angebote und Maßnahmen so offen und niedrigschwellig wie möglich, aber auch so zielorientiert wie nötig.
  • Wir stellen Fragen und arbeiten lebenslagenorientiert.
    Die Menschen im Quartier  haben  unterschiedlichste  Herkunfts­  und  Kulturerfahrungen.  Viele Lebensgemeinschaften  leben  in  verschiedensten  Konstellationen  miteinander.  Es gibt keine Norm, von  der  wir  ausgehen.  Der Alltag  und  die  Lebensperspektiven müssen  immer  wieder  neu  und  individuell  bestimmt  werden.  Wir stellen daher  viele Fragen: Wir befragen Bewohner*innen, Kooperationspartner und Multiplikatoren. Die hier gewonnenen Erkenntnisse sind für uns handlungsleitend.
  • Wir überprüfen unsere Arbeit und machen sie überprüfbar.
    Zielgerichtetes Arbeiten macht die Arbeit überprüf­- und nachweisbar. Dies ist zum einen gesetzlich  vorgeschrieben,  zum  anderen  eine  professionelle  Notwendigkeit.  In  allen Bereichen  arbeiten  wir  daher  mit  verschiedenen  Dokumentations-­  und Evaluationsmethoden.  Die  Fragen,  die  uns  hierbei  leiten  sind  immer:  Machen  wir  die richtigen Sachen? Und: Machen wir die Sachen richtig?
  • Wir unterstützen Mitbestimmung und nutzen die Ressourcen im Stadtteil.
    Unser Ziel ist eine gute Beteiligung der Menschen an der Stadtteilentwicklung. Und eine gute Kenntnis um die Ressourcen im Stadtteil, die es zu kommunizieren gilt.
    Um aktivierend tätig zu sein und  Entscheidungen  treffen  zu  können,  muss  Verantwortung  erlebbar  werden.  Die Stärkung  der  Persönlichkeit  und  des  Selbstwertgefühls  durch  Anerkennung  sind  dabei untrennbar  mit  einem  positiven  Selbstbild  verbunden.  Im  Kinder­  und  Jugendbereich sollen die Gruppenmitglieder zunehmend lernen, abzuwägen, Entscheidungen zu treffen und  zu  überprüfen.  In  der  Erwachsenen-­  und  Stadtteilarbeit eruieren wir die Interessen, notwendige Entwicklungsaufgaben und bringen die Menschen zusammen. Wir bieten Austauschforen an und unterstützen bei der Interessensbündelung sowie den Prozess hinsichtlich einer Realisierung oder Lösung für die Betroffenen. Engagement und die  Übernahme  von  Verantwortung  sind  initiierte  und  gewünschte  Prozesse.
  • Wir setzen an den Stärken der Menschen und den Qualitäten des Stadtteils an.
    Die Bewohner*innen  sollen ihre eigenen Potentiale erkennen und ihr Können für sich persönlich  sowie  für  eine  positive  Entwicklung  des  Stadtteils  einbringen  und  nutzbar machen. Wir bieten viele Räume und Gelegenheiten im Quartier als Erprobungsfeld und als Möglichkeit, gestalterisch wirken zu können. Die vorhandenen Kompetenzen sollen im Stadtteil sichtbar und eine Anerkennungskultur entstehen sowie eine positive Stadtteilidentität unterstützt werden.
  • Wir vermitteln und vernetzen die unterschiedlichen Akteure.
    Wir vermitteln zwischen Betreuungs- und Bildungseinrichtungen, Gewerbe, Initiativen, Vereinen und selbstorganisierten Gruppen sowie politischen Vertretern. Wir  kooperieren  mit  allen  Institutionen  und Initiativen  im  Stadtteil,  mit  Fachdiensten  der  Stadt  sowie  den  zuständigen  politischen Gremien und unterstützen deren Vernetzung.

Organigramm

Unser Versprechen

Qualitätsstandards der Gemeinwesenarbeit in Hessen

Hier geht’s zum Download der Broschüre “Qualitätsstandards der GWA”